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Kiaragana-Kinderheim

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Zwischen November 2006 und Februar 2007 wurden vierzehn neue Kinder im Kiaragana - Kinderheim aufgenommen. Den Justizbehörden und Jugendämter in der Region von Embu und Runyenjes waren diese Kinder durch ihren verwahrlosten Zustand aufgefallen oder als Opfer von Gewalt und Missbrauch bekannt gemacht worden. Teilweise haben die Kinder entweder einen oder beide Elternteile verloren. In einigen Fällen leben ihre Eltern, sind aber aufgrund von psychischen und finanziellen Problemen nicht in der Lage, für das Wohlergehen ihrer eigenen Kinder zu sorgen. Für die Mitarbeiter und Mütter des Kiaragana Kinderheims galt es, zusammen mit den Behörden bei der Auswahl der Kinder mitzuentscheiden, denn nicht nur war die Warteliste bedürftiger Kinder weitaus länger als die im Kiaragana Kinderheim zu Verfügung stehenden Plätze, auch mussten die infrage kommenden Kinder z.B. von ihrem Alter her in die nun doppelt so große Kiaragana-Kinderheimfamilie passen. Alle Kinder mussten zunächst eine ausführliche medizinische Untersuchung durchlaufen und einen Gesundheitspass ausgestellt bekommen. Dann mussten sie in die Kiaragana Primary School aufgenommen werden. Bei vierzehn Kindern war dies ein großes Stück Arbeit. Bis auf das Küken, Regina Mwendia mit ihren zwei Jahren, gehen nun alle Kinder frühmorgens die Straße hinunter in die Schule, wobei dazu auch die Vorschulklassen für die ganz Kleinen und die Sonderschulklassen zählen. Mittlerweile leben also 27 Kinder im Kiaragana Kinderheim.

I SEE e.V. hat aus diesem Grund weitere finanzielle Hilfen mobilisiert, so dass seit Frühjahr 2007 eine dritte Mutter für die Arbeit im Kinderheim angestellt werden konnte. Ihr Name ist Stella Kagendo, sie ist 29 Jahre alt und selbst Mutter von zwei Kindern. Der Neuregistrierung des Kiaragana Kinderheims, für welche die Mindestanzahl von 21 Kindern eine Voraussetzung war, stand also nichts mehr im Wege. Am 29 Juni wurde die dafür letzte Hürde, eine Qualitätsprüfung durch die dafür zuständige Kommission genommen. Nun gilt es, die eigenen Kräfte und Netzwerke des Kiaragana-Kinderheims entsprechend weiterzuentwickeln, so dass die enorme Verantwortung, Arbeit und die laufenden Mehrkosten geschultert werden können. Mit Luise Bechtold aus Erlangen von Januar bis Oktober 2008, Tanja Auch aus Filderstadt von August 2008 an und dem für Juni kommenden Jahres geplantem Youth-Camp Marburger Schüler/Innen in Kiaragana wird I SEE e.V. dabei helfen, diese Herausforderung zu meistern.

Thomas Gebauer

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